Gezielt Bandzug auf- und abbauen – an jeder beliebigen Stelle

Exact setting of strip back-tension – at any position in the processing line

Umlauf-Gerüste bringen hohen Bandzug auf – auch bei der Verarbeitung von dicken und hochfesten Bändern. |  Umlauf Bridles can build up very high back-tension in strip processing lines – even when dealing with thick gages and high-strength grades.

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Umlauf-Gerüste bringen hohen Bandzug auf – auch bei der Verarbeitung von dicken und hochfesten Bändern.

Hagen, 12. September 2016    Umlauf-Gerüste der BTU Bridle Technology GmbH fördern Band linear – ohne Umlenkung – durch unterschiedliche Stufen der Bandfertigung. Sie bringen gezielt fast beliebig hohen Bandzug auf – auch bei der Produktion und Verarbeitung dicker Bänder oder solcher aus hochfesten Werkstoffen. Sie bewähren sich in vielen Prozessen der Bandfertigung: beim Beizen, Glühen, Walzen, Besäumen, Verzinken und Richten ebenso wie beim Längs- und Querteilen im Stahl-Service Center.

Umlauf-Gerüste bringen nicht nur Bandzug auf oder reduzieren ihn: Mit ihrer Hilfe werden Restspannungen abgebaut, die Planheit optimiert und die Bandform – zum Beispiel Säbel – korrigiert, ferner der Kopf-, Fuß- und Besäumschrott minimiert. Dabei tranportieren die beschichteten Kettenwagen das Band schonend und ohne die Oberfläche zu beschädigen.

Michael Umlauf, der kaufmännische Geschäftsführer der BTU Bridle Technology, sieht deutliche Kostenvorteile für seine Kunden: „Mit dem gezielten Aufbringen und Abbauen von Bandzug an beliebigen Stellen in Bandanlagen eröffnet die Bridle-Technologie eine Fülle von Möglichkeiten, Anlagen wirtschaftlich zu nutzen. Das Ergebnis: Mehr verkaufte Meter aus jedem Coil!“

Richten ohne Richtrollen

Beim Richten von Band bringt bisher im Wesentlichen die Richtmaschine die Kraft auf, die für den Vorschub des Bandes erforderlich ist. Nachteilig ist dabei, dass die Rollen durchrutschen und Längskratzer verursachen können. Außerdem sind viele Antriebe von Richtrollen nicht leistungsfähig genug, um auch dicke Bänder zu richten, darüber hinaus können Gelenkwellen aufgrund von örtlichen Überlastungen brechen.

Wird jedoch ein Umlauf-Gerüst hinter der Richtmaschine angeordnet, zieht es das Band kontrolliert durch die Richtmaschine und entlastet deren Antriebe. Das kann so weit gehen, dass in der Richtmaschine weniger Richtrollen erforderlich sind oder nur noch ein Hilfsantrieb benötigt wird. Unter Umständen kann vollständig auf angetriebene Rollen verzichtet werden. Die Umlauf-Gerüste können einen so hohen Zug aufbringen, dass auch dicke Bänder und solche aus hochfesten Stählen gerichtet werden können. Da weder die Rollen der Richtmaschine noch die Kettenwagen des Umlauf-Gerüstes durchrutschen, entstehen keine Oberflächenbeschädigungen am Band.

Die Kombination zweier Umlauf-Gerüste erzeugt noch höheren Nutzen. Mit einem Gerüst vor und einem hinter der Richtmaschine kann kontrolliert und präzise geregelt eine Längskraft von mehreren Tausend kN in das Band eingebracht werden. Das eigentliche Richten erfolgt so mit bis zu 90 Prozent aus der Streckung des Bandes und weniger aus der Biegung. Außerdem können in der Richtmaschine größere Rollen eingesetzt werden, was insgesamt zu einer deutlichen Reduzierung der Restspannungen und somit besserer Bandplanheit führt. Aufgrund des hohen Bandzuges von bis zu 6.000 kN wird erstmals das kontinuierliche Streckrichten von Band möglich, bei dem vollständig auf Richtrollen verzichtet wird. Berechnungen haben ergeben, dass dieser Prozess im Vergleich mit dem konventionellen Streckrichten deutlich wirtschaftlicher ist und zudem zu einer höheren Qualität führt.

Zunderbrechen ohne S-Rollen

Beim Zunderbrechen und Richten vor Beizen können Umlauf-Gerüste die bisher üblichen S-Rollen vollständig ersetzen

Da das Band in den Gerüsten linear geführt und nicht umgelenkt wird, entfällt auch der Energiebedarf für die Formänderungsarbeit, der besonders bei dicken Bändern einen bedeutenden Kostenfaktor darstellen kann. Außerdem ergibt sich eine gleichmäßigere Verteilung der Zugspannung, denn das Umlauf-Gerüst bringt die Zugkraft homogen über die Breite des Bandes verteilt auf.

Norbert Umlauf, der Gründer und Geschäftsführer der BTU: „An einer Richtanlage für Band aus hochfesten Stählen mit höchstem Anspruch an Form und Ebenheit bringen wir mit zwei Umlauf-Gerüsten einen Bandzug von 1.200 kN auf, dabei regeln wir den Streckgrad mit einer Genauigkeit von 0,1 Prozent. In dieser Anlage für Bänder bis zu einer Dicke von etwa 4 mm reduzieren wir gleichzeitig den Säbel. Außerdem messen wir dort die Planheit des Bandes im laufenden Prozess am zuglosen Band.“

Fließtext: 4.100 Zeichen einschließlich Vorspann und Leerzeichen

Hintergrund: Das Umlauf-Prinzip – mehr verkaufte Meter aus jedem Coil

Umlauf-Gerüste bestehen aus zwei umlaufenden, mit einer elastischen Beschichtung versehenen Kettenwagen, die jeweils über und unter dem Band angeordnet sind. Sie fördern das Band linear – ohne Umlenkung – durch die Bandanlage. Sie sind so kompakt, dass sie an nahezu jeder beliebigen Stelle einer Bandanlage installiert werden können.

Da die Kraft flächig aufgebracht wird und es keine Relativbewegungen zwischen den Kettenwagen und der Bandoberfläche gibt, entstehen keine Oberflächenbeschädigungen – auch Bänder mit empfindlicher Oberfläche können bearbeitet werden.

Ein einzelnes Gerüst kann dazu verwendet werden, große Kräfte einzubringen, beispielsweise um das Band durch Besäumscheren oder Richtmaschinen zu ziehen – ein wichtiger Aspekt besonders bei der Verarbeitung dicker Bänder. Ebenso kann es den Bandzug einzelner Anlagenteile von vorangehenden Prozessen entkoppeln oder ihn gar auf Null abbauen. Auf diese Weise kann beispielsweise die Bandplanheit ohne Störeinflüsse gemessen werden, indem ein Umlauf-Gerüst den Bandzug auf „Null“ herabsetzt.

Da sich die Umlauf-Gerüste in der Bandanlage befinden, bauen sie bereits Bandzug auf, bevor der Kopf des Bandes die Aufhaspelgruppe erreicht. So wird die nutzbare Länge jedes Coils deutlich erhöht, an einigen Bandanlagen um bis zu 20 m pro Coil.

Die Gerüste können gezielt um ihre vertikale Achse gedreht werden. So reduzieren sie – beispielsweise den Säbel und regeln beim Besäumen – den Bandlauf. Beim Querteilen positionieren sie die Bandkante exakt rechtwinklig zur Schere. Das Resultat: rechtwinklig geschnittene Tafeln.

Das Umlauf-Prinzip: 1.500 Zeichen einschließlich Leerzeichen

Kontakt:

BTU Bridle Technology GmbH & Co. KG
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Über BTU Bridle Technology

BTU wurde im Jahr 1985 von Norbert Umlauf mit dem Ziel gegründet, den Längszug in Bandanlagen gezielt aufzubringen oder ihn zu reduzieren, gleichzeitig den Bandlauf exakt zu regeln und so Effizienz und Flexibilität bei der Bandbehandlung in Kaltwalzwerken und Stahl-Service-Centern zu erhöhen.

Seitdem werden Umlauf-Gerüste bei führenden Herstellern von Band aus Stahl und NE-Metallen weltweit eingesetzt. Sie bewähren sich in Beizen, Feuerverzinkungsanlagen, Glühlinien sowie in der Adjustage, zum Beispiel in Quer-und Längsteilanlagen. Mehr als 30 Anlagen sind weltweit in Betrieb, einige weitere werden zurzeit installiert.

Seit 2016 sind die beiden Söhne von Norbert Umlauf, Christian und Michael, im Unternehmen tätig, das seinen Firmensitz heute in Hagen hat.

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Umlauf Bridles can build up very high back-tension in strip processing lines – even when dealing with thick gages and high-strength grades.

Hagen, Germany, September 12, 2016    Umlauf Bridles designed by BTU Bridle Technology GmbH can be installed at virtually any position of strip processing lines where they ensure gentle strip transport without any deflection of the strip. Umlauf Bridles can build up strip back-tension exactly where and as high as needed. Also thick strips or strips made of high-strength materials can be handled with ease. The Bridle units have proven highly successful in numerous strip processing applications, such as in pickling, annealing, rolling, side trimming, galvanizing and leveling or, in steel service centers, in slitting or cut-to-length lines.

The Umlauf Bridles’ capabilities are not limited to building up or reducing strip back-tension. They are also employed to decrease residual stresses in the strip, optimize strip flatness and correct rolling effects such as camber. Moreover, they minimize cropping scrap at the head and tail ends as well as side trimmings. The crawler-type Bridle units transport the strip in a most gentle manner without any risk of strip surface damage as their contact surfaces come with an elastic coating.

Michael Umlauf, Commercial Manager of BTU Bridle Technology, sees clear cost advantages for his customers: “Operators of strip processing lines may use our Bridle units at virtually any position of their lines to build up or reduce back-tension in a highly controlled way. Our Bridles provide numerous possibilities to operate strip processing equipment in a most efficient way. As a result, more sellable meters are obtained from every coil.”

Leveling without rollers

In conventional leveling arrangements, the forces required to push the strip forward are almost exclusively generated by the leveler. A disadvantage of such arrangement is the risk of roller slippage which may result in longitudinal scratches on the strip surface. What is more, the drives of leveling rollers are often not powerful enough to handle thicker gage strip or universal shafts may break due to local overloading.

If an Umlauf Bridle is arranged behind the leveler, the strip can be pulled through the leveler in a controlled manner, relieving a major part of the load from the drives of the leveling rollers. The effect of the Bridle unit may even be so high that some of the leveling rollers can be dispensed with or regular drives can be replaced by auxiliary ones. Under certain conditions, it may even be possible to do entirely without driven rollers. The Umlauf Bridles can build up back-tensions high enough to also level thick strips and strip made of high-strength steels. Any damage of the strip surface is ruled out because neither the leveling rollers nor the crawler tracks of the Umlauf Bridle will slip on the strip.

An even greater effect can be achieved by combining two Umlauf Bridles in one application. With one unit arranged before and one behind the leveler, it is possible to apply - in a precisely controlled manner - a longitudinally acting force of several thousand kN on the strip. Through this arrangement, leveling is performed primarily by stretching and only to a minor degree by bending. Actually, stretching may take over up to 90% of the leveling work. It may also be possible to use larger rollers in the leveler, resulting in a marked reduction of residual stresses and hence improved flatness of the strip. Due to the high strip back-tension of up to 6,000 kN achievable by the Umlauf Bridle, it has eventually become possible to continuously stretch-level strip without requiring any leveling rollers. Calculations have shown that this is not only much more economical than conventional stretch-leveling. It also provides a better result.

Scale breaking without conventional bridle rolls

For scale breaking and strip leveling ahead of pickling lines, Umlauf units can be used instead of conventional bridle rolls.

As the Umlauf Bridles guide the strip linearly, i.e. without any deflection, no strain energy is required. This is an important cost factor, especially when dealing with thick strips. Additionally, the tensile strength distribution is more homogeneous as the Umlauf Bridle applies the tensile force uniformly over the entire width of the strip.

Norbert Umlauf, founder and Managing Director of BTU explains: “We installed two Umlauf Bridles in a leveling line in which high-strength steel strip of premium quality in terms of shape and flatness is produced. In that application, our Bridle units build up a strip back-tension of 1,200 kN and adjust the elongation rate with an accuracy of 0.1 percent. The equipment, designed for strips of up to about 4 mm thickness, also reduces strip camber in the process. Additionally, we measure the flatness of the strip in a tension-free state during the running process.”

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Background: The principle of the Umlauf technology – more sellable meters per coil

Umlauf Bridles consist of two crawler-type units covered by an elastic coating. One unit is arranged above and one below the strip. They guide and transport the strip linearly, i.e. without any deflection, at different stages of strip processing lines. Thanks to their extreme compactness, they can be arranged at virtually any position in the line.

By applying the force over an area – and not concentrated in one point – any local concentrations of forces or relative movements between the crawler unit and the strip surface are avoided. Therefore, surface damage is ruled out, making this technology highly suitable for delicate strip surfaces.

A single Bridle unit may be used to apply large forces to the strip, for example, in order to pull it through side trimmers or levelers. This aspect is of particular interest especially when processing thick strips. The unit may also be installed to decouple the back-tension of a line section from upstream processes or even reduce the back-tension to “zero”. By reducing strip back-tension to “zero”, an Umlauf Bridle makes it possible, for example, to measure the flatness of the strip without any interfering effects.

As the Umlauf Bridles are arranged within the strip processing line, they build up strip back-tension before the coiler bites the strip head. This significantly increases the usable coil length, in some strip processing lines the yield per coil may be increased by up to 20 m.

The Bridle units may be swiveled through their vertical axis, for example, in order to reduce strip camber and adjust the strip position during side trimming. At cut-to-length lines, they position the strip edge perfectly perpendicular to the shear. The result is an exact, rectangular cut.

The Umlauf principle: 1,800 characters including blanks

Contact:

BTU Bridle Technology GmbH & Co. KG
Christian Umlauf, Marketing
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About BTU Bridle Technology

BTU was founded in 1985 by Norbert Umlauf who had developed a technology capable of flexibly building up or reducing the back-tension of strip in strip processing lines while adjusting strip travel in a highly precise manner. That technology helped operators of strip processing lines in cold rolling mills or steel service centers to increase the efficiency and flexibility of their operations.

Since then, Umlauf Bridles have been in use all over the world at leading producers of steel or NF metals strip. The Bridles have proven their worth in pickling, hot-dip galvanizing and annealing lines as well as in finishing facilities such as cut-to-length or slitting lines. More than 30 units are in use worldwide. Several new installations are currently underway.

Since 2016, Norbert Umlauf’s sons, Christian and Michael, have taken up active roles in the company, which today is based in Hagen, Germany.